Zyperns wild lebende Tiere
Fotografien dieser Website: Cyprus
Tourism Organisation
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Akamas ist gegenwärtig ein Natur-Reservat, zu hoffen ist, das dies so
bleibt. Aber die Debatte bewegt sich zwischen Naturschutz und dem "Big
Business". Man will das Gebiet für den Tourismus entwickeln.
Die Schildkröten von Akamas wurden als Touristenattraktion
instrumentalisiert. Das könnte das Ende von ihnen bedeuten. Wir bitten
Sie, denen nicht zu folgen, die Ihnen den Anblick der Schildkröten in
Aussicht stellen. Betrachten Sie statt dessen die Bilder und denken Sie
daran, wie sie helfen können, dass diese verwundbaren Kreaturen
überleben. Die Regierung unterstützt den Schutz der Kröten, sie leistet
eine gute Arbeit.
Das „Mufflon“
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Es ist vielleicht das berühmteste Säugetier auf der Insel. Es lebt in
den Bergen von Troodos und wird nur selten in Freiheit gesehen. Das "Mufflon"
ist ein sehr scheues Bergschaf, ein Wildschaf. Es ist sehr flink und ein
ausgezeichneter Kletterer. Die Männchen tragen ein Gehörn.
Anders wie andere Wirbeltiere auf der Insel überlebte es die Antike -
und es ist auch heute noch da. Wissenschaftler entdeckten an der
Siedlung von Khirokitia Knochen von wilden Schafen. Es darf vermutet
werden, dass diese Schafe nach Zypern als Haustiere kamen. Siedler aus
dem Neolithikum brachten sie auf die Insel bis die Schafe eines Tages
verwilderten. Die Schafe waren auch ein beliebtes Jagdobjekt, weil das
Fleisch so gut schmeckt. Ihre Zahl nahm im Mittelalter ab - während der
Britischen Herrschaft wurden nur noch 20 Exemplare gezählt. Das "Mufflon"
wurde zur geschützten Art erklärt. Heute zählt man auf Zypern 800
Exemplare. In Stavros tis Psokas und Platania sind ein paar "Mufflons"
in geräumigen Gattern zu besichtigen. Hier erhalten Besucher die
Möglichkeit, diese scheuen und seltenen Tiere zu beobachten.
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In den Wäldern und den Gebieten von Macchia leben eine Vielzahl
kleinerer Tiere wie Füchse, Hasen, Eichhörnchen, und Wiesel. Eine
seltene einheimische Spezies ist die zypriotische Maus. Sie lebt in den
Bergen, in trockenen Regionen der Insel. Auf ihrem Rücken trägt sie im
Fell kleine Dornen - das gab ihr den Namen. Viele Fledermäuse bewohnen
die Küste der Insel - man findet sie auch in den Berggebieten. Reptilien
und Frösche, Kröten, Eidechsen wie das Chameleon und Schlangen findet
man in großer Zahl.
Schlangen und Eidechsen sind sehr gut an das trockene Klima angepasst.
Einige der Schlangen schlafen während dem Sommer - und entkommen so der
Hitze. Eine sehr häufig auftretende aber harmlose Schlange ist die
schwarze Natter. Sie ist eine der längsten Europas und findet sich in
Macchina und Phrygana. Eine gefährliche Giftschlange auf Zypern ist die
"Levante Natter". Sie lebt in oben genannten Gebieten und in den Wäldern.
Im Meer leben um Zypern herum etwa 200 verschiedene Arten von
Meeresbewohnern. Seeigel und Seestern, der Schwertfisch und Meerbarbe,
Tintenfisch, Oktopus, und Krabben sind nur einige wenige Arten, die hier
vorkommen.

Die Bucht von Lara ist eine der schönsten Strände auf Zypern. Sie liegt
5 km nördlich von Avagas und war immer für Schildkröten der Ort zum
Brüten. Als man erkannte, dass diese Tiere aussterben werden, wurden
Gegenmaßnahmen ergriffen, um die Schildkröten zu schützen. Das Referat
für Fischerei auf Zypern erklärte 1971 Schildkröten als geschützte Art.
Ende der 70er Jahre wurde das "Lara-Projekt" gegründet, um Tiere zu
schützen. Finanziert wird das Projekt vom World Wildlife Fund (WWF).

Zwei Arten von Schildkröten legen ihre Eier an der Nordwest-Küste von
Zypern: Die Meeresschildkröte und die "Caretta". Anfang Juni kommen die
ersten Schildkröten Nachts an den Strand, graben langsam bis zu 80 cm
tiefe Löcher in den Sand und legen zwischen 100 und 130 Eier. Dann
kehren sie zurück ins Meer und kommen drei bis fünf mal wieder hierher
zurück. Bis zu drei Jahren kann es dauern, bis Schildkröten den gleichen
Platz zum brüten wieder aufsuchen.
Naturschützer versuchen mit Käfigen und Draht die Tiere zu schützen bis
die Jungen geschlüpft bzw. geboren sind. Nach 7 bis 8 Wochen schlüpfen
die kleinen Schildkröten und laufen sofort in der Dunkelheit ins Meer.
Dies ist für die Kleinen ihre gefährlichste Zeit, denn oft werden sie
Opfer von anderen Tieren. Die Chance zu überleben für schätzungsweise
6000 junge Schildkröten jedes Jahr ist alles andere als hoch.
Naturschützer helfen ihnen auf ihrem ersten Schritt im Leben. Sie nehmen
die kleinen Schildkröten und legen sie ins Meer. Dort müssen sie dann
den Kampf ums Überleben selbst überstehen.
Die weiblichen Schildkröten kehren zu ihrem Geburtsplatz alle 15 bis 30
Jahre zurück, um hier Eier zu legen. Schildkröten, die man an anderen
Stränden der Insel fand, wurden nach Lara bebracht. Junge Schildkröten
werden in Käfigen gehalten, um ihre Überlebenschancen zu steigern. Wenn
sie eine bestimmte Größe haben, werden sie frei gelassen.
All diese Maßnahmen helfen, damit Schildkröten wieder öfters auf Zypern
gesehen werden.
Insekten
Sehr reich ist die Familie der Insekten auf der Insel. Allein die
Schmetterlinge kommen hier in 50 verschiedenen Arten vor. Es wird
vermutet, dass im Frühling Schwärme von Schmetterlingen bei ihrem Weg
von Afrika nach Süd-Europa auf Zypern rasten. Einige einheimische Arten
sind der seltene Schillerfalter und der dunkelbraune Bläuling. Nur in
den höheren Regionen, auf den Troodos Bergen, kann man sie finden.
Vögel
Die geografische Lage Zyperns begünstigt auch ein großes Aufkommen
verschiedenster Vogelarten. Zypern wird jährlich von Millionen Zugvögeln
besucht. Einige bleiben nur kurz, um schnell weiter zu fliegen. Andere
verbringen - wie die Wanderdrossel, die Singdrossel und der Flamingo den
Winter hier.
Flamingos sieht man gerade an den Salzseen von Larnaca und Akrotiri. Sie
erreichen Zypern im November und kehren im März zurück in ihre Heimat.
Mehr als 350 verschiedene Vogelarten werden hier gezählt. 50 Arten sind
auf Zypern beheimatet.
Raubvögel wie der Kaiseradler, Geier oder der Turmfalke kann man in den
Bergen im Gebiet von Troodos sichten. Beliebtes Jagdobjekt sind die
Waldschnepfe, der Fasan und die Wachtel.
Das Jagen dieser Vögel ist nur in bestimmten Monaten erlaubt. Einige
Vogelarten sind vom Aussterben bedroht, weil Biotope mehr und mehr
verschwinden und die Zyprioten sich für das Jagen stark begeistern.
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